Gesunde Wege gehen

elanvital

Der wichtigste Ölwechsel Ihres Lebens

Februar 2017

Wenn eine große deutsche Zeitschrift in diesen Tagen titelt: „ Olivenöl – der Qualitätsbluff“, dann ist das nur die halbe Wahrheit und grenzt  an Irreführung der Verbraucher. Das Testergebnis  ist vorhersehbar, werden doch ausschließlich Billigprodukte untersucht. Wo sind denn die gesunden Öle, z.B. von Teutoburger, der Ölmühle Moog oder das vielfach ausgezeichnete und wohl beste Olivenöl der Welt, das der Österreicher Fritz Bläuel in der Griechischen Mani produziert?

Wenn ich nur die Bäckereien teste, die „ofenfrisch“ Weißmehl-Teiglinge aufbacken („frisch gebacken“ darf das nicht genannt werden), dann können wir schreiben: „Brot – der Qualitätsbluff“.

Wenn ich nur Schinken aus dem Schwarzwald untersuche, wovon kein Tier jemals eine Schwarzwaldwiese gesehen hat, weil sie meist in belgischen Tierfabriken aufgewachsen sind, lediglich zum Schlachten und anschließendem Räuchern mit Schwarzwald-Holz auf quälendem Transport durch Europa gekarrt wurden, dann können wir schreiben: „Schinken – der Qualitätsbluff“.

Es gibt auch noch Produzenten, die sich für solche Machenschaften zu schade sind, die ein intaktes ethisches Leitbild für Ihre Arbeit haben und Lebensmittel produzieren, die diesen Namen auch verdienen. Darunter finden wir die hochwertigen Fette und Öle mit Bio-Zertifikat von angesehenen Organisationen wie Bioland, Naturland oder Demeter.

Die Anwendung von Olivenölen in der Medizin ist neuester Stand der Forschung. In der Prävention und Behandlung von Herzkrankheiten liegen tausendfach Studien vor. Der Grazer Kardiologe Prof. Dr. med. Robert Gasser eröffnet uns bislang wenig bekannte Anwendungsmöglichkeiten gegen Demenz, Diabetes mellitus, rheumatische Gelenkbeschwerden, Übergewicht und Hautirritationen. Dabei ist zu beachten, dass für die Gesundheit die hochwertigen Öle empfehlenswert sind, und zwar in der von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfohlenen Menge der Gesamtfettzufuhr.

Was ist denn im Öl so alles drin?

Wir machen uns meist keine Gedanken über Fettsäuren, Phytosterine, fettlösliche Vitamine, Antioxydantien oder Omega-3-Fettsäuren. Die neuen Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft klären auf über Fette und deren Bedeutung der Inhaltsstoffe für Gesundheit und Geschmack. Wir unterscheiden tierische und pflanzliche Fette. Die tierischen Fette liefern neben dem guten Geschmack, den viele von uns noch von Kindesbeinen an kennen, leider auch gesättigte Fettsäuren und Cholesterin, was unserer Gesundheit nicht förderlich ist. Gesättigte Fettsäuren bilden lange Molekülketten, die von unserem Verdauungssystem nur schwer verarbeitet werden können. Es sind genau diese Fette, die sich bei uns als Depot- Bein- und Bauchpolster zeigen. Der Botenstoff TNF-alpha wird zudem im entstandenen Stammfett produziert und kann für unnatürliche Zellveränderungen sorgen (TNF= Tumor-Nekrose-Faktor).

Die moderne und aufgeklärte Küche

verwendet daher überwiegend pflanzliche Öle, da diese aus leichter verdaulichen, ungesättigten Fettsäuren bestehen. Die Energie fließt dann direkt ins Blut und kann so zu einer natürlichen Vitalität beitragen. Essenziell nennt man Fettsäuren, die der Körper selbst nicht herstellen kann. Diese essenziellen und einfach ungesättigten Fettsäuren finden wir in Oliven-, Raps-, und Sesamöl, in Nüssen und Avocados. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit hohem Omega-3-Gehalt bekommen wir, wenn wir Seefisch wie Makrele, Hering oder Lachs verzehren. Der Fisch sollte dann in Rapsöl gebraten und mit etwas  aromatisiertem Olivenöl montiert werden. Für das Aromatisieren von Ölen nehmen wir vorzugsweise kaltgepresstes, ungefiltertes Bio-Olivenöl (Ich verwende Öle von Bläuel-Greek organic products). Wir hacken Knoblauch mit Basilikum, fügen etwas Zitronensaft und geriebene Bio-Zitronenschale hinzu, schlagen diese Mischung mit dem Schneebesen unter unser flüssiges Gold, würzen noch etwas mit Meersalz und fertig ist die letzte Ölung. Zum Ende der Garzeit geben wir ein bis zwei Esslöffel der kreativen Mischung über den Fisch, das Gemüseschnitzel oder die Pasta. Ein Hauch von Parmesan und ein Zweig von Rucola komplettieren die gesunde Speise.

Von Natur aus cholesterinfreies Pflanzenöl verleiht nachweislich mehr Vitalität für den Alltag

Zu verdanken haben wir dies auch den vielen Fettbegleitstoffen, ohne die kein gutes Öl zu haben ist. Darunter meist Vitamin E, das wie andere Vitamine auch als Antioxydans wirkt und der Zellalterung entgegen wirken  kann. Saponine, Flavonoide, Phytosterine heißen die Stoffwechselhelfer, die in kalt gepressten Ölen zu finden sind. Raffinierte Öle bieten diese Wirkstoffdichte einfach nicht.

Und der Geschmack?

Machen Sie den Test mit kaltgepresstem Olivenöl ab 15 Euro pro Liter oder sogar erster Güteklasse und tunken Sie ein Stück Baguette hinein. Der Geschmack wird Sie überzeugen. Während wir bei Billigölen einen, sich auf den Geschmack auswirkenden  Verlust an Inhaltsstoffen beklagen, verwöhnt ein hochwertiges Öl unseren Gaumen auf gesunde Weise. Flüssiges Gold in Form von gutem Öl gibt es also und ist empfehlenswert. Himmlische Saucen, Salate, Suppen, Gemüse und Gebäck sind ein deutliches Plus an Lebensqualität und unverzichtbar für eine ausgewogene Ernährungsweise.

Entscheiden Sie sich also für Qualität und wagen Sie den Sprung zu mehr Gesundheit.
Ihr Körper wird es Ihnen danken.


Anmerkung: Wer mehr zum Thema erfahren möchte, besucht das Seminar: Ernährungslehre und Lebensmittelkunde vom 28.-30. April 2017 in Bonn.